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Mode W: Widerspruch eingelegt

Quelle: Nordwest Zeitung | vom Mittwoch, 22. September 2010 | Elsfleth | Seite 39

WIRTSCHAFT Stadt Nordenham wendet sich an Landkreis und Verwaltungsgericht

Der Kreis Wesermarsch hatte die Teilbaugenehmigung zur Erweiterung des Modehauses W am 10. September erteilt. Dagegen geht die Stadt Nordenham jetzt vor. VON HANS-CARL BOKELMANN

Der Widerspruch aus Nordenham könnte unter Umständen das Bauvorhaben von Mode W verzögern. BILD: HANS-CARL BOKELMANN
 BARDENFLETH/NORDENHAM– Der so genannte Kopfbogen der Stadt Nordenham ist am vergangenen Freitagmittag per Fax beim Landkreis Wesermarsch eingegangen. „Ja, die Stadt Nordenham hat Widerspruch gegen die Teilgenehmigung zur Erweiterung von Mode W eingelegt“, bestätigt Hans Kemmeries, Erster Kreisrat des Landkreises Wesermarsch, am Dienstag im Gespräch mit NWZ. Beim Verwaltungsgericht Oldenburg sei zudem ein Antrag nach §80 der Verwaltungsgerichtsordnung gestellt worden, mit dem eine aufschiebende Wirkung erreicht werden könne.

„Es handelt sich um ein ganz normales Widerspruchsverfahren, das ich eingelegt habe. Das ist operative Verwaltung“, sagt Nordenhams Bürgermeister Hans Francksen, der die Baupläne von Mode W eingesehen hat. Es sei festzustellen, dass sich die zusätzliche Verkaufsfläche zwar auf 794 Quadratmeter beschränke, doch ansonsten werde fast so gebaut wie vor dem Kompromiss, monierte Francksen.

Beim Landkreis Wesermarsch zeigte man sich überrascht: Der Kreisverwaltung sei bekannt gewesen, dass man in Brake und Nordenham mit den Erweiterungsplänen Probleme hatte, doch es sei einhellige Meinung, dass die neuen Baupläne zu einer Entspannung geführt hätten.

Dass der Vorstoß von Francksen beim Kreis nicht gerade begrüßt wird, stellt Kemmeries diplomatisch so dar: „Man wird nicht gerne beklagt, insbesondere nicht von einer Wesermarsch-Kommune.“ Im Vorfeld der Angelegenheit Mode W sei über Jahre und Monate erhebliche Mühe aufgewendet worden und es sei bedauerlich, dass der errungene Konsens zwischen Antragsteller, Kreisverwaltung und Kreispolitik jetzt einer rechtlichen Prüfung unterzogen werden müsse.

Das Verwaltungsgericht Oldenburg werde sich jetzt kurzfristig an die Kreisverwaltung Wesermarsch wenden und dann in einem Eilverfahren zu entscheiden, wie esmit der Erweiterung von Mode W weitergeht. Dass ein solches Verfahren der Außenwirkung der Wesermarsch nicht gerade gut tue, sei wohl klar, meinte Kemmeries.

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