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Wie man die modische Bluse vor Langfingern schützt

Quelle: Nordwest Zeitung | vom Freitag, 15. April 2011 | Elsfleth | Seite 44

ZUKUNFTSTAG Schüler lernen Berufsleben im Modehaus und am Simulator kennen

ELSFLETH/MOORRIEM/JL – „Textilhändler, das ist eher was für Mädchen“, heißt ein Vorurteil von vorgestern. Alex Gorbenko (23) ist Einzelhandelskaufmann bei Mode W in Moorriem und bereut seine Berufsentscheidung nicht. Er und seine Kolleginnen und Kollegen erklärten am Zukunftstag 16 Kindern, was der Beruf ihnen abverlangt und was er ihnen bringt. Übrigens waren am Donnerstag unter den Gästen des Modehauses auch zwei Jungen.

Frisch angelieferte Ware muss im Modehaus zusammengelegt und vor Diebstahl gesichert werden. Michelle Sander, Jana Müller, Alex Gorbenko, Cora Papenfuß, Fidanete Gashi und Beele Haase (von links) packten mit an. BILD: JAN LEHMANN
 Flexibler Beruf

„Der Beruf ist unwahrscheinlich flexibel“, sagt Alex Gorbenko. Als Einzelhandelskaufmann in einem Modehaus berate man nicht nur die Kunden. Arbeit im Büro, eine gute Organisation der Logistik, Warenannahme und Reklamationsbearbeitung sind ebenso wichtig. Leerlauf gebe es im Arbeitsalltag also nicht. Alex Gorbenko erklärte den 16 Kindern aus den 5. bis 10. Klassenstufen deshalb auch, welchen Bildungsstand man für den Lehrberuf des Einzelhandelskaufmanns mitbringen muss und was man während der Ausbildung alles lernt.

Danach durften die Kinder selbst mitmachen. Einzelhandelskauffrau Fidanete Gashi zeigte einigen Teilnehmerinnen zum Beispiel, wie man Hosen, Pullover und Hemden richtig zusammenlegt. Die Kinder durften auch die neuen Kleidungsstücke sichern. Was klingt wie eine Polizeiaufgabe hat tatsächlich mit dem Schutz vor Diebstahl zu tun: Die Kinder hefteten an die Kleidungsstücke Chips, die beim Verlassen das Kaufhauses Alarmauslösen. Auch über das ordnungsgemäße Bezahlen wurden die Kinder informiert. Sie bekamen einen Einblick in das Kassensystem und seine vielfältigen Funktionen. Obwohl es in dem Moorriemer Modehaus recht interessant war, haben die meisten Kinder andere Berufsziele: „Ich würde gern Immobilienmaklerin werden“, sagt zum Beispiel die 13-jährige Michelle Sander.

Im Schiffsführungssimulator erlebten 20 Mädchen aus der 5. bis 10. Klasse eine Reise durch heimische Gewässer. Gemeinsam mit dem Technischen Leiter Dipl.-Ing. Klaus Damm ging es zum Jade-Weser-Port. BILD: EVELYN EISCHEID

In heimischen Gewässern

Cora Papenfuß (12), die erstmals an einem Zukunftstag teilnimmt, kann sich eine Ausbildung zur Einzelhandelsverkäuferin vorstellen. Sie ist allerdings auch vorbelastet, denn auch ihre Mutter Heidrun arbeitet bei Mode W.

Auch im Schiffsführungssimulator der Jade-Hochschule waren Zukunftskinder zu Gast. Diplomingenieur Klaus Damm hatte am Morgen 20 Mädchen begrüßt. Mit ihnen unternahm er eine virtuelle Reise durch heimische Gewässer zum Jade-Weser-Port.

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