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„Gutachten bereits 2008 vorgelegt“

Quelle: Nordwest Zeitung | vom Dienstag, 16. März 2010 | Elsfleth | Seite 42

MODE W Erweiterungsabsichten den Nachbargemeinden frühzeitig mitgeteilt

Das „plötzliche“ Tauziehen um das Modehaus ist für Geschäftsführer Wilfried Clausen nicht nachzuvollziehen. Umliegende Kommunen seien sehr frühzeitig informiert worden. VON HANS-CARL BOKELMANN

BARDENFLETH – Die lange bekannten Erweiterungspläne des Bardenflether Modehauses W sorgen in diesen Tagen in der Wesermarsch für reichlich Zündstoff. Eine Entwicklung mit einer Eigendynamik, die Geschäftsführer Wilfried Clausen nicht verstehen kann.

„Seit dem 7. Januar 2007 versuchen wir, in Sachen Erweiterung voranzukommen“, sagt Clausen im Gespräch mit der NWZ und weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Stadt Elsfleth im Jahre 2008 ein Verträglichkeitsgutachten an eine Hamburger Firma in Auftrag gegeben hat, in der mögliche Auswirkungen einer Mode-W-Erweiterung in wirtschaftlicher sowie räumlicher Hinsicht untersucht werden.

Das Ergebnis laut Clausen ist, dass die Nachbarkommunen maximal drei Prozent an Kaufkraftverlust zu erwarten hätten. Eine Größe, die als völlig verträglich angesehen werde. Verluste von bis zu zehn Prozent gelten in solchen Studien als noch „verträglich“. Die neu aufgeflammte Aufregung um die Erweiterung hält Clausen für nicht nachvollziehbar. Zum einen läge den benachbarten Kommunen das umfangreiche Gutachten vor und zum anderen gebe es koalitionsübergreifende Beschlüsse für die Erweiterung des Bardenflether Traditionsunternehmens.

Gerade die Handlungsweise des Braker Bürgermeisters Roland Schiefke kann Clausen nicht verstehen: „Vermutlich spielen hier eigene Interessen in erster Linie eine Rolle“, so Clausen. Unterdessen haben sich schon wieder mehrere hundert Kunden an der neuen Unterschriften-Aktion der Mitarbeiter von Mode W, die sich jetzt gegen die verspäteten „Störfeuer“ von Rol and Schiefke richtet, unterzeichnet. Schon vor dem Einkauf fragten viele Kunden: „Wo liegt die neue Liste.“

 


LESERFORUM

Nichts zerschlagen

Betrifft: Tauziehen um Modehaus W in der Wesermarsch, NWZ vom 12. März.

Das Traditions-Modehaus W in Elsfleth-Bardenfleth, das sich durch einen hervorragenden Ruf in der Region und verantwortungsvolle Unternehmensentscheidungen auszeichnet, muss sich aufgrund des Druckes des Marktes an eine größere Mindestverkaufsfläche heranwagen.

(…) Welche Rolle spielt eigentlich der Landrat in diesem Verfahren? Keine überzeugende Stellungnahme in der Öffentlichkeit! Ziele der Raumordnung sollen entgegen stehen. Unbegreifliche Argumentation gegenüber einem Familienunternehmen mit einer 150-jährigen Standorttreue zu Elsfleth und somit zur Wesermarsch! Ziele der Raumordnung dürfen dieses zukunftsorientierte Unternehmen nicht zerschlagen! Der Landrat ist aufgefordert, alle rechtlichen Möglichkeiten für eine zeitnahe Erteilung der Baugenehmigung aufzuzeigen.

(…) Auch der Rat der Nachbargemeinde Berne kann mit einem Pro-Mode-W-Beschluss das Genehmigungsverfahren positiv beeinflussen. Wir können es nicht zulassen, dass Mode W mit seinen fast 50 Arbeits- und Ausbildungsplätzen demnächst die Tore schließen muss. Bernd Bremermann Berne

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